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Tipps zur Fütterung

Tipps zur Fütterung

 

Tipps zur Fütterung von Wildvögeln


Das Füttern von Wildvögeln hat nicht nur in Deutschland eine lange Tradition und viele Anhänger. Denn wo sonst lassen sich die gefiederten Freunde aus nächster Nähe beobachten. Besonders für Kinder und Jugendliche, die immer weniger Möglichkeiten zu Naturerlebnissen haben nutzen, ist das Füttern eine gute Gelegenheit Naturerlebnisse und Artenkenntnisse zu erlangen.

Die Fütterung von Wildvögeln ist wichtiger Bestandteil zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt und zum Tierschutz. Denn wenn es im Winter viel Futterangebote gibt, finden nicht nur viele Vögel genügend Nahrung, sondern auch ihre natürlichen Fressfeinde.

Im Folgenden stellen wir Ihnen nun anhand von 5 Tipps vor, worauf Sie bei der Fütterung achten sollten:


1. Die Fütterung ausreichend früh und lange gestalten:

 

Dass bei geschlossener Schneedecke und lange anhaltendem Frost den Vögeln mit angebotenem Futter geholfen werden sollte,  ist natürlich unbestritten. Denn die Vögel finden zu dieser Zeit kaum Futter und verbrauchen dennoch viel Energie, um ihre Körpertemperatur von rund vierzig Grad gegen die Kälte des Winters aufrecht zu erhalten. Aus Labormessungen weiß man, dass zum Beispiel Meisen in einer einzigen Kältenacht ungefähr zehn Prozent ihres Gewichtes verlieren.

Aber auch lange vor dem Wintereinbruch sollte den Vögeln die Möglichkeit gegeben werden, ihre Futterstellen zu entdecken und besser einprägen zu können.

Außerdem sollte man die Fütterungsdauer bis in die Brutzeit hinein verlängern, weil  die natürlichen Futterquellen im zeitigen Frühjahr erschöpft sind.

Auch die Ganzjahresfütterung, die Großbritannien bereits weit verbreitet ist, sehen Fachleute inzwischen sehr positiv.

Auf jeden Fall ist es sehr wichtig, dass man nicht mitten in einer Frostperiode mit dem Füttern aufhört.

 

2. Die Futterstelle vogelgerecht gestalten:

 

Einerseits sollte man die Tiere gut beobachten können, ohne sie zu verängstigen. Andererseits sollte der Futterplatz jedoch so ausgewählt sein, dass sich die Tiere bei der Nahrungsaufnahme sicher fühlen können.

Gut wäre es, wenn die Stelle katzensicher ist, d.h. sich an einer übersichtlichen Stelle befindet und genügend Abstand zur nächsten Glasscheibe (mindestens zwei Meter) hat.

Am besten ist ein Platz, der rundherum frei ist, also z.B. mitten im Garten, falls dort ein Vogelhäuschen aufstellbar ist. Aber auch an einer Hauswand ist für Futterhäuschen eine gute Stelle, da die Vögel so einen freien Blick in die übrigen drei Richtungen haben.

Wer genug Platz im Garten hat, bietet Streufutter, Fettfutter und Meisenknödel gleich an mehreren Stellen an. So werden Futterstreitigkeiten vermieden.

Des Weiteren sollte die Futterstelle so beschaffen sein, dass das Vogelfutter vor Regen und Schnee geschützt ist. Beispielsweise ein überstehendes Dach schützt den Körner-Mix vor Nässe, Eis und Schnee. Futtersilos, Erdnussspender und Meisenknödel sind besonders hygienisch, weil die Vögel hier keinen Kot im Futter hinterlassen können.

 

3. Die Futterstelle reinigen:

 

Die Futterstellen sollten regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden. Denn nur auf diese Art wird das Risiko der Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern minimiert.

 

4. Verschiedene Futtersorten anbieten:

 

Man unterscheidet bei den Genießern unserer Winterfutterangebote allgemein zwischen 2 Arten: den Körnerfresser und den Weichfutterfressern:

Körnerfresser sind z.B. Finken, Sperlinge und Ammern. Sie haben einen sehr kräftigen Schnabel, mit dem sie ihr bevorzugtes Futter ohne Probleme aufnehmen können. Sie benötigen vor allem Sonnenblumenkerne, Hanf und andere Sämereien aus Futtermischungen, wie z.B. der RUVO Wintermix oder das Streufutter EXTRA.

 

Reine Weichfutterfresser sind Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel und Star.  Sie können mit grobem Körnerfutter nichts anfangen. Sie brauchen Rosinen und sehr feine Sämereien wie Haferflocken. Für sie eignen sich aber auch Fett-Körner-Mischungen Meisenknödel und Ringe sehr gut. Die Vögel können diese Talgmischungen sehr gut zerbröselt vom Boden aufnehmen. Das Fett ist hierbei ein guter Ersatz für die tierische Kost.  Außerdem sind die Körner in solchen Fett-Körner-Mischungen vor Nässe geschützt.

Die Allesfresser unter den Weichfutterfresser wie Meisen, Spechte und Kleiber fressen im Winter auch Körner wie Sonnenblumenkerne oder Hanf, wie sie in Meisenfutter und Meisenfutter EXTRA Mischungen enthalten sind.

Auf gar keinen Fall sollte man salzige Speisereste, Kartoffeln, Gewürztes oder auch Brot angeboten werden, weil diese Würze den Magen verderben oder Brot ihn aufquellen lässt, was für die leidenden Tiere den Tod bedeuten kann.

 

5. Ausreichend Wasser anbieten:

 

Man sollte im Winter Schalen oder eine Vogeltränke mit Leitungswasser anbieten. Dabei sollte das Wasser täglich durch warmes ersetzt werden. Denn das dargebotene Futter ist meist sehr trocken und andere Wasserquellen sind für die Vögel nur schwer auffind- und erreichbar. Wissenschaftliche Beobachtungen zeigen, dass hierbei keine Gefahr der Vereisung des Gefieders besteht.